Dr. med. Andreas Wirger

Jasminstraße 2
23795 Bad Segeberg

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Sprechzeiten:
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Sterilisation beim Mann (Vasektomie)

Die sicherste Verhütungsmethode seitens des Mannes ist die sog. Vasektomie. Es handelt sich hierbei um eine Unterbindung beider Samenleiter, um einen Spermientransport Richtung Prostata und Harnröhre zu verhindern. Die Vasektomie gilt als komplikationsarmer Eingriff und wird von uns in der Regel ambulant durchgeführt.

Die Durchtrennung der Samenleiter zur Empfängnisverhütung stellt eine der sichersten und effektivsten Verhütungsmethoden dar, sofern die Familienplanung abgeschlossen ist. Sie wird üblicherweise in örtlicher Betäubung durchgeführt, eine Vollnarkose ist auf Wunsch ebenso möglich.

Ich führen die Vasektomie sowohl mit Hautschnitt als auch ohne Hautschnitt durch.

Oft geäußerten Ängste vor den Folgen dieser Operation sind unbegründet: Die Erektionsfähigkeit bleibt voll erhalten und auch der Samenerguss bleibt erhalten, da der größte Sekretanteil beim Samenerguss nicht aus dem Samenleiter, sondern aus der Prostatadrüse stammt. Lediglich die Samenfäden (Spermien) sind nach dieser Operation unter dem Mikroskop nicht mehr nachweisbar.

Für weitere Fragen und eine ausführliche Aufklärung über die Operation stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Die Sterilisation zur Empfängnisverhütung kann nicht zu Lasten der Krankenkassen erbracht werden und wird als Selbstzahlerleistung angeboten. Wir beraten Sie gerne.

Bitte vereinbaren Sie einen Gesprächstermin.

Da nur die Samenleiter durchtrennt werden, bleibt der Sexualhormonhaushalt, die Erektions- und Ejakulationsfähigkeit unverändert.

Der Hormonhaushalt des Mannes wird durch den Eingriff nicht gestört. Die Vasektomie hat keine körperlichen Auswirkungen auf die Versteifung des männlichen Gliedes (Erektionsfähigkeit) und auf den Samenerguss (Ejakulation).

Die Samenflüssigkeit ohne Samenfäden (Spermien) ist optisch nicht vom ursprünglichen Zustand zu unterscheiden.

Somit ist ein erfülltes Liebesleben weiterhin möglich.

 

Unmittelbare Folgen des operativen Eingriffs können das Auftreten von Schmerzen im Hodenbereich sein, welche meist nach wenigen Tagen abklingen.

Generell kann es zu einer Nachblutung oder Wundheilungsstörung/Wundinfektion kommen.

Wie bereits erwähnt kann auch im langfristigen Verlauf eine Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Samenleiter spontan auftreten. Die Häufigkeit einer sog. späten Rekanalisierung wird mit 0,03-1,2 % angegeben.

Die sog. frühe Rekanalisierung, d.h. ein weiter vorhandener Nachweis von beweglichen Spermien in den Ejakulatuntersuchungen unmittelbar nach der Vasektomie, tritt mit einer Häufigkeit von 0,2-5% auf und kann eine Wiederholung des Eingriffes notwendig machen.

Um partnerschaftlichen Problemen vorzubeugen, empfiehlt sich im Vorfeld eine gemeinschaftliche Beratung mit dem Lebenspartner.

Eine sehr seltene aber störende Folge einer Vasektomie können chronische Schmerzen im Hodenbereich sein. Diese sind oft schwer zu therapieren und können teilweise in einer erneuten mikrochirurgischen Vaso-Vasostomie münden.

(Lit.: Hydrozele, Spermatozele und Vasektomie. Komplikationsmanagment, Kliesch S., Der Urologe, Mai 2014, Volume 53, Issue 5, pp 671-67)

 

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